Im Frühjahr dieses Jahres haben wir ein neues Architektenteam aus Burgos beauftragt. Durch die kürzere Entfernung ist eine bessere Betreuung des Projekts gewährleistet. Inzwischen liegt ein Kostenvoranschlag für das gesamte Projekt vor. Er beläuft sich auf eine Gesamtinvestition von ca. 560.000 €. Aktuell verfügt der Renovierungsverein über Spenden in Höhe von ca. 160.000 €
Während des Sommers haben bis zu sechs Personen aus dem Dorf, mein Schwager Thomas und ich den Bauschutt rund um das Kirchengebäude entfernt. Dabei haben wir ca. fünfzehn Container à 15 m³ Schutt bewegt und den alten Steinfußboden des Kirchenvorplatzes freigelegt. Außerdem wurde die Wiese vor dem Kirchhof gemäht, eingeebnet und mit einer Schicht aus Schotter abgedeckt.
Der erste Bauabschnitt umfasst die Absicherung des Gebäudes sowie die Errichtung eines Schutzdaches für das Kirchenschiff
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Die Sicherung erfolgt durch die Aufstellung eines Gerüstes im Innenraum mit einer Plattform in einer Höhe von ca. 4,50 m. Von dieser Plattform aus werden die Bögen und Gewölbe mithilfe von Baustützen unterfüttert und fixiert. Soweit erforderlich, wurde von außen ebenfalls ein Gerüst angebracht, um auf das Dach zu gelangen. Diese Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Im nächsten Schritt werden die Gewölbe von oben von dem eingestürzten Dachstuhl, den Dachpfannen und weiterem Schutt freigeräumt. Anschließend wird auf den Mauerenden das provisorische Baudach errichtet.
Im Herbst habe ich auf Empfehlung der Dombauhütte Köln Kontakt zu Vertretern der Firma Layher aufgenommen, die auf dem Gebiet des Gerüstbaus ein weltweit anerkannter Spezialist ist. Nach intensiver Beratung habe ich aus separaten Geldmitteln ein Gerüst gekauft und nach Villalval transportieren lassen. Anschließend haben wir mit dem Aufbau der ersten Gerüstebene begonnen. In den letzten Tagen wurde der Aufbau durch unser Bauunternehmen Arteson aus Burgos abgeschlossen. Ebenso die Abstützung und Sicherung der Gewölbe.
Anfang Oktober war ich beim Erzbistum in Burgos. Es ist üblich, dass bei derartigen Projekten ein Kooperationsvertrag zwischen der Katholischen Kirche – hier dem Erzbistum Burgos – und dem Bauherrn – hier dem Renovierungsverein – abgeschlossen wird. Dieser Vertrag wurde am 1. Oktober 2025
vom Generalvikar des Erzbistums Burgos, Sr. Don Carlos Izquierdo Yusta, und mir als Vertreter des Renovierungsvereins unterzeichnet. Aus Sicht der Kirche kommt dieser Akt praktisch einer Baugenehmigung gleich. Der Architekt hat zudem die erforderlichen Genehmigungen des Bauamtes, der
zuständigen Architektenkammer sowie der Denkmalbehörde erhalten. Somit war dieser Tag praktisch der offizielle Baubeginn unseres Renovierungsprojektes.
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Sobald es die Witterung zulässt, soll nun das provisorische Baudach errichtet werden. Nach der Winterpause werde ich einen Baukran kaufen. Ziel ist es, im kommenden Jahr den gesamten Bereich des eingestürzten Turms freizuräumen. Dabei werden alle Steine gesichtet, katalogisiert und nach Maßen sortiert. Dieses Vorgehen erleichtert den Überblick und dient dazu, die Steine, die beim Wiederaufbau an einer bestimmten Stelle benötigt werden, ohne großen Aufwand wiederzufinden und verbauen zu können. Je nach Witterung werden wir zudem mit dem Ausheben zusätzlicher Turmfundamente beginnen.


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